Über Richard Moroder


Richard Moroder, genannt Richard da Scurcià (* 26. Februar 1937 in St. Ulrich in Gröden, Südtirol; † 20. Dezember 2024 in Bozen, Südtirol), wuchs inmitten der Dolomiten auf und war Unternehmer und Künstler. Den Beruf des Bildhauers erlernte er bei Bera Vinzenz da Resciesa. Parallel zum Besuch der Kunstschule hat er als Geselle bei Bera Victor Tannenheim seinen Meister gemacht.

Als Bildhauer hat er Figuren und Altäre auch für Kunden aus den Vereinigten Staaten kreiert, was damals noch gar nicht so selbstverständlich war, um dann einen Holzschnitzerei-Betrieb aufzubauen.

Er hat es genau wie sein verstorbener Bruder Claus geliebt, alte Geschichten – oft etwas plastischer und überspitzt formuliert – zu erzählen: So war eine seiner Lieblingsanekdoten, dass einmal der bekannte und begabte Künstler Pepi da Stufan bei einem Besuch in seiner Werkstatt zu Scurcià ein von Richards Arbeiten beobachtete und ihm darauf hin im Original-Ton sagte: „Pensovi che te foves plu stlet“, also dass er dachte, dass er schlechter sei. Richard hat das als großes Kompliment aufgefasst und diese Geschichte oft erzählt.

Er war leidenschaftlicher Acquarell-Maler, hat liebend gerne Karten und noch lieber Schach gespielt und nicht zuletzt war er auch ein großer Sinner-Fan und geliebter Opa.

Seine Werke und Bilder sind u. a. in seiner Werkstatt in Pontives 17 ausgestellt, sowie in der Bar Des Alpes in Wolkenstein, die von seinem Enkelkind Matteo geführt wird.

Die von Richard gegründete Holzschnitzerei lebt bis heute weiter: Sie wurde in eine Immobiliengesellschaft umgewandelt, die mit demselben Innovationsgeist und Engagement geführt wird, der Richard immer ausgezeichnet hat.